Paul Zauner Quartet feat. Victor Jones

August 3 @ 20:15 - 23:00

Der Kosmos von Paul Zauner ist groß, bezieht sich aber immer wieder auf die Tradition. Der musikalische Kreislauf Europa, Afrika über Amerika dreht sich unaufhörlich, wird immer wieder erneuert und ist Basis für Improvisation. Oliver Kent und Paul Zauner waren gemeinsamer Bestandteil der Idris Muhammad Band in den 90-er Jahren. Diese Groove ist geblieben und die Energie und Spielfreude ist in diesem Quartet gemeinsam mit Victor Jones spürbar. Victor Jones Musik ist geprägt vom Spüren und gemeinsamen Wachsen der Musik in Tranceartige Sphären. Wolfram Derschmidt ist das Backbone von Paul Zauner in vielen Musikformationen der letzten zwei Jahrzehnte.

Bio:
Paul Zauner, 1959 geboren, studierte Klavier und Posaune in Wien. Mitte der 1980er Jahre trat er zusammen mit Jazz-Größen Gregory Porter, Kirk Lightsey, Leon Thomas, George Adams, David Murray Fleming und Hamiet Bluiett auf, wobei bemerkenswerte Tonträger entstanden. Bereits damals arbeitete er mit Bumi Fian, JarekSmietana, Woody Schabata, Jean-Paul Bourrelly, John Purcell und Harry Pepl zusammen. 1992 gründete er gemeinsam mit Franz Hackl die Band „ITSLYF“, die im Guide of Jazz & Blues des Rolling Stones Magazin zu den besten CD´s des Jahrhunderts gewählt wurde. In seiner Band „Blue Brass“ bringt Paul Zauner seit den 1980er Jahrenösterreichische Jazz-Künstler mit internationalen Top-Stars zusammen.

Neben seinem Quartet spielt Paul Zauner im Duo mit Jan Korinek, mit Chanda Rule andSweet Emma Band, dem Kirk Lightsey Quartet und mit Wolfram Derschmidt und dem Spring String Quartet entwickeln sie das Programm „Musik von Herzen“.Neben seiner aktiven musikalischen Tätigkeit kuratiert Paul Zauner Konzerte im Linzer Brucknerhaus sowie beim Jazzfest Passau. Jährlich veranstaltet er auf seinem Bauernhof das international renommierte Jazzfestival „INNtöne“, das weit über die Grenzen Österreichs hinaus bei Künstlern, Journalisten und Jazzliebhabern bekannt ist. Ebenfalls seit 20 Jahren leitet Paul Zauner die Konzert Serie INNtöne Barock und das Jazzfest Passau.

Mit „PAO Records“ betreibt Paul Zauner sein eigenes Independent Jazz Musiklabel, mit dem er sowohl für internationale Jazz-Stars als auch für junge österreichische Talente produziert.

Oliver Kent, geboren 1969 in Innsbruck,
1985/86 klassisches Klavierstudium bei seinem Vater Fuat Kent in Vorarlberg, übersiedelt 1987 nach Wien um sich vollständig dem „Jazzklavier“ zu widmen, es folgen erste Engagements mit international renommierten Musikern wie Karl Ratzer, Art Farmer und Idris Muhammed 1993 bis 1995 verbringt Oliver Kent in New York wo er unter anderem mit den Trompetern Valerie Ponomarev und Eddie Henderson arbeitet. Seit 1995 lebt Oliver Kent wieder in Wien. Musikalsiche Wegbegleiter waren Sheila Jordan, Leo Wright, Clark Terry, Bobby Watson, Jim Pepper, The New York Voices, Take Six, Wolfgang Muthspiel, Dusko Goykowich, Benny Baily, Jimmy Cobb, Johnny Griffin, Johannes Enders und Benny Golson. Oliver Kent wurde mit dem Hans Koller Preis und dem Neuen deutschen Jazzpreis ausgezeichnet und seit 2002 lehrt Oliver Kent an der Privatuniversität der Stadt Wien.

Wolfram Derschmidt, geboren 1964 in Wels, Österreich.
Er besuchte die Musik Schulen Linz und Wels. Er lernte Cello, später Klarinette.Anschließend studierte Wolfram Derschmidt an der Jazzabteilung der Universität Graz bei Wayne Darling und Adelhard Roidinger. Er ist Mitglied bei Hollotrio, Blue Brass und Ars Futura. Wolfram Derschmidt spielte mit Woody Schabata, Wolfgang Puschnig, Toninho Horta, Malachi Thompson, Dwight Trible, Eddie Henderson, Donald Smith, Mansur Scott, Oliver Lake, Mark Johnson, Kirk Lightsey, Carlos Garnett, Gregory Porter, Donald Smith, Carmen Bradford, Dee Alexander and Klemens Pliem

Victor Jones wählte, beeinflusst von einer Fernsehsendung mit Louis Armstrong, in der fünften Schulklasse die Trompete als Instrument. Er hatte zehn Jahre lang Unterricht und trat zunächst auf der Trompete hervor.

Vom zwölften Lebensjahr an, spielte er auch Schlagzeug das später zu seinem Hauptinstrument werden sollte. Studien am Berklee College of Music ergänzte er durch Privatunterricht bei Elvin Jones, Freddie Waits und Ed Blackwell. Ab 1973 war er in den USA und Europa mit Lou Donaldson, dann mit dem Sänger Johnny Mathis und anderen Musikern unterwegs. 1977 wurde er Mitglied der Band von Stan Getz, mit der er weltweit auf Konzertreise ging und an den Einspielungen von Alben wie Children of the World, White Heat und The Great Jazz Gala mitwirkte.

Im Anschluss tourte er u. a. mit George Adams/Don Pullen (1981), James Moody(1982), Freddie Hubbard, Ramsey Lewis, Gato Barbieri (1986), Stanley Clarke, Phyllis Hyman, Stanley Turrentine (1989), Gonzalo Rubalcaba/Charlie Haden (1991), Chaka Khan, Mal Waldron und Jimmy Scott (2001).

Jones leitete seit den 1980er Jahren eigene Gruppen. 1995 erschien sein erstes Album als Bandleader, Visible Sound Groove, dem bislang zwei weitere folgten. In seiner Gruppe R & B-Bop Band, mit der er Tourneen durch die USA und Japan unternahm, integrierte er Tanzmusik mit den improvisatorischen Ansprüchen der Kunstmusik.

Als Sideman wirkte er an mehr als 100 Alben mit. So war er an Aufnahmen von Musikern wie Ed Schuller, Rhoda Scott, Michel Petrucciani (Music), DizzyGillespie(Endlessly), Woody Shaw (Setting Standards), Jimmy McGriff (City Lights), Valery Ponomarev, Richie Cole, Joe Farrell, Alex Foster, Ronnie Cuber, Stanley Turrentine und der Mingus Big Band beteiligt. Zu hören ist er auch auf Slide Hamptons Album Spirit of theHorn (2003).

Jones unterrichtet an der New School in New York und am Newark Community Center Forthe Arts.

Besetzung:

Paul Zauner  – trombone
Oliver Kent – piano
, musical director
Wolfram
Derschmidt – bass
Victor Jones –
drums